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Keltischer Knoten
Erklärung Keltischer Knoten:
Angewendet am Bild: Am Turm
Unter einem keltischen Knoten, auch Celtic Knotwork genannt, versteht man Bandflechtmuster, die folgenden Voraussetzungen entsprechen:
- Flecht-Charakter: Der Bandverlauf erfolgt optisch immer oben herüber und danach wieder unten hindurch.
- Der Bandverlauf ist endlos: Das Band schließt sich. Manchmal finden sich am Ende der Bänder figürliche Darstellungen.
Knotenmuster sind typisch für die darstellende Kunst des frühen Mittelalters auf den Britischen Inseln. Sie werden oft auch als Keltischer Knoten oder keltisches Muster bezeichnet (englisch celtic design oder celtic patterns), obwohl die Muster sich aus der provinzialrömischen Kunst unter Aufnahme orientalischer Vorbilder entswickelten und ebenso in angelsächsischem Kontext Verwendung fanden. Neben dem germanischen Tierstil dürften entscheidende Anregungen auch von koptischen Metallgefäßen ausgegangen sein.
Knotenmuster verzieren in vorchristlicher Zeit in aller Regel religiöse Gegenstände, mit völliger Durchsetzung des Christentums vor allem Alltagsgegenstände: Schalen, Teller, Schmuckstücke, Sättel, Grabsteine, Schwertgriffe und -scheiden. Nach der Christianisierung wurden die Muster auch in Schriften verwendet: das bekannteste Werk ist das Book of Kells.
Trotz einiger Änderungen über die Zeit sowie regionaler Ausprägungen gibt es Grundmuster, und alle Knotenmuster folgen strengen geometrischen Regeln. Die Grundmuster (basic patterns) sind:
- Spiralen
- Flechtwerkmuster ("(Endlos-)Knoten", engl. celtic knots)
- Labyrinthmuster
- Tiermuster
Auf diesen vier Grundmustern basieren auch die ab Mitte des 5. Jahrhunderts auftauchenden verzierten Buchstaben, der Tree of Life und die Muster mit Fabelwesen. Alle Muster werden mehr oder weniger beliebig miteinander kombiniert.
- Quelle aus Wikipedia -
Aktualisiert (Dienstag, den 26. Januar 2010 um 21:12 Uhr)


